{"id":1036,"date":"2020-04-18T13:01:14","date_gmt":"2020-04-18T13:01:14","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=1036"},"modified":"2020-04-18T13:01:15","modified_gmt":"2020-04-18T13:01:15","slug":"christine-christ-von-wedel-sven-grosse-hg-auslegung-und-hermeneutik-der-bibel-in-der-reformationszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=1036","title":{"rendered":"Christine Christ-von Wedel \/ Sven Grosse (Hg.): Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christine Christ-von Wedel \/ Sven Grosse (Hg.): <em>Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit<\/em>, Historia Hermeneutica. Series Studia 14, Berlin: De Gruyter, 2017, geb., XVII+425\u00a0S., \u20ac\u00a079,95, ISBN <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/view\/title\/517989\">978-3-11-046277-7<\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reformationsjubil\u00e4en oder im zeitgen\u00f6ssischen Jargon auch S\u00e4kularfeiern der Reformation haben eine lange, ambivalente Tradition im Hinblick auf ihr Zeremoniell und den Ertrag der damit verbundenen Rhetorik und deren Erforschung. Die Tatsache, dass zum 500-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um ein Tagungsband erschienen ist, der, wenn auch nicht \u00f6kumenisch-interkonfessionell, so jedoch interdisziplin\u00e4r und innerprotestantisch divers angelegt ist, w\u00fcrdigt den Sachverhalt neuzeitlicher Betrachtung dieses einschneidenden Ph\u00e4nomens. Schwerpunkt der Betrachtung ist die, nicht nur f\u00fcr die protestantische Auslegungstradition unterschiedlichster Couleur, fundamentale Fragestellung nach der Auslegung der Heiligen Schrift und der damit verbundenen Hermeneutik und ihrer Weichenstellungen. Der breitaufgestellte, internationale Autorenkreis sowie viele illustre Namen versprechen einen wichtigen Beitrag und erhellende Einsichten zu diesem Sujet. Tagungsort im Juni 2014 war die Staatsunabh\u00e4ngige Theologische Hochschule Basel, deren Zustandekommen sich der im Sammelband stets mitschwingenden fundamentaltheologischen Fragestellung nach Schriftgebrauch und -verst\u00e4ndnis, hier in der Reformationszeit, verdankt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorweggenommen werden darf, bevor Inhalte im Einzelnen herausgegriffen werden sollen: Der Leser wird nicht entt\u00e4uscht und erh\u00e4lt teilweise breit ausgef\u00fchrte Darlegungen auf aktuellem Forschungsstand. Popul\u00e4r gewordene forschungsgeschichtliche Mythen, die scharf zwischen einem vorkritischen Schrift<em>prinzip<\/em> und einer modernen kritischen <em>Methode<\/em> differenzieren, erodieren hinsichtlich ihrer Grundlagen und Vereinfachungen. Altkirchliche und scholastische Auslegungstraditionen und -muster, interne Debatten zwischen reformatorischen und humanistischen Exegeten und die Nuancen der protestantischen Konfessionskulturen, die sich im Rahmen der exegetischen und bibelhermeneutischen Fragestellungen formierten, werden stattdessen pr\u00e4zise dargelegt. Auch die anabaptistischen Standpunkte, insbesondere eines Pilgram Marpecks, oder der Einfluss j\u00fcdischer Interpreten auf den Basler Hebraist Sebastian M\u00fcnster fehlen nicht in diesem Sammelband. Die St\u00e4rke (und Schw\u00e4che?) des Bandes ist zugleich die Breite und der Detailreichtum der einzelnen Beitr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsamer Nenner und inhaltlicher Leitfaden sind folgende Kriterien (Vorwort, Xf): 1. Die Auslegung einzelner Bibelabschnitte, z.&nbsp;B. von <em>loci classici<\/em> der \u00fcberkommenen Auslegungstradition (Lk 10,38\u201342; Gal 2,11\u201314 usw.) oder auch ganzer Schriften, z.&nbsp;B. umstrittener Briefe (R\u00f6m, Jak, Hebr usw.) wird behandelt. 2.&nbsp;Herausragende Pers\u00f6nlichkeiten und ihre hermeneutischen Ans\u00e4tze innerhalb des sog. Reformationszeitalters werden betrachtet. Hier werden nicht nur Allgemeinpl\u00e4tze bedient, sondern neben Luther, Erasmus und Melanchthon auch Bucer, Calvin, Bullinger, Comander, Marpeck, M\u00fcnster, Cajetan und Estius gew\u00fcrdigt. Nat\u00fcrlich ist die Auswahl um weitere zeitgen\u00f6ssische Exegeten beliebig erweiterbar, erw\u00e4hnt sei nur auf Grund des Schweizer Kontextes Johannes Oekolampad und seine patristischen Expertisen oder der sp\u00e4tere Z\u00fcrcher Petrus Martyr Vermigli. 3. Mit der konkreten Auslegung einzelner Bibelabschnitte sind zuweilen prop\u00e4deutisch-hermeneutische Fragestellungen verbunden, wie z.&nbsp;B. die postulierte strenge Scheidung von Gott und Schrift bei Luther (Buchholz), das nachhaltige Verst\u00e4ndnis von Exegese als Kunst des \u201erechten Schneidens\u201c nach 2Tim 2,15 (Danneberg), die h\u00e4ufige Verbindung von theologischer Arbeit und juristischer Vorbildung im Falle reformierter Schriftausleger (Strohm) oder auch der Gebrauch von Allegorese als (in-)probates Mittel und den Wert der historischen Analyse des Kontextes (Christ-von Wedel). 4. Das untersuchte fr\u00fchneuzeitliche Material wirft die alte Frage nach der jeweiligen Gattung (Predigt, Kommentar, Vorlesung, Traktat, Flugschrift usw.) und deren Bedeutung f\u00fcr die Inhalte auf. Neben den Beitr\u00e4gen von Sarah St\u00fctzinger und Jan-Andrea Bernhard, die dezidiert weniger bekannte Predigtliteratur untersuchen, sowie Andreas M\u00fchling, der Bullingers genre\u00fcbergreifende <em>Trostschriften<\/em> examiniert, tritt besonders der beide Medien \u2013 Wort und Bild \u2013 betrachtende Beitrag von Johann Anselm Steiger hervor, der auch im buchst\u00e4blichen Sinn medial gl\u00e4nzt. 5. Begrenzt wurde die Auswahl auf die sog. Epoche der Reformationszeit; die Begrifflichkeit ist inzwischen zu Recht in Frage gestellt worden auf Grund der nicht immer einleuchtenden Grenzziehungen und einer oft polemisch bestimmten \u00dcberbetonung der theologiegeschichtlichen Diskontinuit\u00e4ten (vgl. hierzu nur die Artikel \u2013 hier in Kurzform \u2013 von Thomas Kaufmann, <em>VuF<\/em> 47, 2002, 49\u201363; Berndt Hamm, <em>ZHF<\/em> 39, 2012, 373\u2013411 und neuerdings Volkmar Ortmann, <em>SVRG<\/em> 218, 2017, 332\u2013344). Im Sammelband wird dem, neben dem st\u00e4ndigen Rekurs auf die altvorderen Autoren wie antike Schriftsteller, Kirchenv\u00e4ter, Monastiker, Scholastiker usw., Rechnung getragen, indem auch die teilweise Rezeption rabbinischer Exegese und die Auseinandersetzung mit den altgl\u00e4ubigen, romtreuen Theologen behandelt wird. Vorhandene Desiderate in dieser Richtung deutet einer der Herausgeber des Bandes allerdings an (XI).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den unterschiedlich gearteten Beitr\u00e4gen nun einige Bemerkungen, es ist dabei weder m\u00f6glich noch intendiert alle zu besprechen und somit angemessen zu w\u00fcrdigen. Nach den beiden einf\u00fchrenden und grundlegenden Artikeln von Sven Grosse und Ulrike Treusch, zum einen zur integralen R\u00f6merbriefexegese bei Origenes, Thomas von Aquin und Luther (3\u201326), zum anderen zum monastischen Erbe Luthers und dessen gebrochener Rezeption innerhalb des reformatorischen Transformationsprozesses (27\u201343), folgt eine postume Ver\u00f6ffentlichung der Antrittsvorlesung von Armin Buchholz an der FTH Gie\u00dfen (47\u201367). Ein pr\u00e4gnantes Lutherwort innerhalb seiner Replik auf die Diatribe Erasmus\u2019 steht im Mittelpunkt, die folgenreiche, sch\u00f6pfungstheologisch begr\u00fcndete Distinktion zwischen Gott und Schrift, die ihn skriptologisch zu ganz anderen Ergebnissen f\u00fchre als Origenes und in dessen Gefolge Erasmus. Die in sich koh\u00e4rente und ausgefeilte Argumentation regt zu Diskussionen an, nicht nur im Hinblick auf die strenge Konzentration auf <em>ein<\/em> markantes Lutherzitat, das sehr wohl situativ betrachtet wird, jedoch somit zu einem Verdikt avanciert (vgl. das Vorwort, XIII und die Selbsteinschr\u00e4nkung unter 58f, Anm. 43).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jason D. Lane und Sarah St\u00fctzinger widmen sich den Problemschriften f\u00fcr lutherische Hermeneutik und deren Verarbeitung, n\u00e4mlich dem Jak und dem Hebr als vieldiskutierte kanonische Infiltrate. Erfreulicherweise werden stereotype Vorstellungen korrigiert oder zumindest pr\u00e4zisiert, wie anhand der nicht restlos negativen Deutung der \u201estrohernen Epistel\u201c im Anklang an 1Kor 3,10\u201317 deutlich wird (111\u2013124, bes. 119\u2013122) sowie die gel\u00e4ufige Inanspruchnahme von Hebr 9 und der dort versammelten, oft kontroverstheologisch genutzten Opfermotive in lutherisch gepr\u00e4gter Homilie des 16. Jahrhunderts demonstriert (125\u2013145).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentral gelegen und in jeder Hinsicht gediegen ist der sehr ausf\u00fchrliche Beitrag zu Melanchthons grundtextnaher Deutung von 2Tim 2,15 (\u201etractare\u201c versus \u201esecare\u201c) und deren weitreichende Wirkungsgeschichte im 16. und 17. Jahrhundert (147\u2013212). Der mit detailreicher Quellenkunde gl\u00e4nzende Beitrag von dem Herausgeber der Reihe <em>Historia Hermeneutica<\/em>, Lutz Danneberg, \u00fcberschreitet zuweilen innerdisziplin\u00e4re, in der Fr\u00fchen Neuzeit so noch nicht vorhandene, Grenzen durch die stete Verortung der philologischen Erkenntnisse Melanchthons und seiner Rezipienten in der antiken und zeitgen\u00f6ssischen Geistes- und Wissenschaftsgeschichte. Als Quintessenz sei nur das kurze eingeschobene Res\u00fcmee hinsichtlich der verhandelten Problemlage wiedergegeben (173): \u201eEs ist der Weg von der <em>divisio<\/em> mit der <em>partitio<\/em> (in der Scholastik) \u00fcber das <em>retextere<\/em> und <em>resolvere<\/em> zur <em>analysis<\/em> und von dort \u00fcber das <em>secare<\/em> zur <em>anatomia<\/em> als Methode der Schriftauslegung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der nachfolgende Blick auf lutherische Konfessionskultur in medialer Hinsicht ist erfrischend und unterstreicht, dass es nicht nur Bilderst\u00fcrmer, sondern eben auch eine neue Bild\u00e4sthetik mit ge\u00e4nderten Motiven gem\u00e4\u00df der paulinischen Parole in Gal 3,1 gab. Ausf\u00fchrlich (228\u2013239) wird \u2013 neben Johann Saubert \u2013 der selbstbewusste N\u00fcrnberger Prediger Johann Michael Dillherr betrachtet und ein vielsagender Titelkupferstich zu Beginn seines Andachtwerkes namens <em>Augen= und Hertzens=Lust<\/em> (N\u00fcrnberg 1661) analysiert. Die weitreichende theologische Fragstellung nach der dahinterstehenden Bildtheorie, hier bei Luther und im barocken Luthertum, wird zu Beginn und passim behandelt (213\u2013220 [s. bes. 219, Anm. 28!], 227, 239). An dieser Stelle sei nur auf neuere, letztlich fundamental christologische Ans\u00e4tze zu diesem <em>Bildprogramm<\/em> im Luthertum verwiesen, wie sie z. B. Hans-Joachim Iwand propagiert hat (vgl. nur Christian Neddens, \u201eDas \u201aBild Jesu Christi\u2018 als hermeneutische Kategorie beim jungen Iwand\u201c, in: Arnold Huijgen \/ Cees-Jan Smits \/ Eberhard Lempp (Hg.), <em>Schuld und Freiheit. Festgabe f\u00fcr Gerard Cornelis den Hertog<\/em>, Dortmunder Beitr\u00e4ge zur Theologie und Religionsp\u00e4dagogik 13, Berlin: LIT 2017, 187\u2013210).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem das reformatorische Zentrum Wittenberg und seine Ausstrahlungen untersucht wurden, folgen nun die reformierten Agenten und ihre Wirkungsst\u00e4tten. Heinrich Bullinger wird zuerst betrachtet, und zwar von zwei ausgewiesenen Experten f\u00fcr sein Genre. Zum einen von Luca Baschera, der sich als neuer Editor der Bullinger-Kommentare zu den neutestamentlichen Briefen wohlverdient gemacht hat und sich der innerreformatorischen Deutung des Apostelstreites (Gal 2,11\u201314) als, der altkirchlichen Tradition folgend, <em>consensus apostolorum<\/em> widmet (243\u2013263). Darauf folgt Andreas M\u00fchling, der die Hl. Schrift als Trostquelle bei Bullinger betrachtet (265\u2013280). Einmal mehr tritt die konsequente Schriftbezogenheit von Bullingers kirchlichem und gesellschaftlichem Handeln hervor (266) und die diskutable These, dass letztlich jede Form von Schriftauslegung gattungsunspezifisch zur <em>Trostschrift<\/em> in Bullingers literarischem Portfolio wurde (269).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewinnbringend zu lesen ist der Beitrag von Andreas J. Beck \u00fcber Martin Bucer als Exeget, hier insbesondere des R\u00f6m und der inkludierten paulinischen Pr\u00e4destinationslehre. Neben dem Faktum, dass eine neuzeitliche, kritische Edition seines Opus magnum, nicht nur als Hilfsmittel f\u00fcr die reformationsgeschichtliche Forschung, noch aussteht (283f), muss auch immer wieder auf die ma\u00dfgebliche, hochreflektierte Beeinflussung der Theologie Calvins durch seinen Stra\u00dfburger Mentor Bucer hingewiesen werden (288, 292). Vorbildlich zum Verst\u00e4ndnis schwieriger Theologumena wie der sog. Pr\u00e4destinationslehre sind eingestreute kurze Exkurse, die z. B. unterschiedliche geistesgeschichtliche Denkkategorien aufzeigen, wie das scholastische causa-Denken im Unterschied zu modernen Kausalit\u00e4tsmodellen, und somit Missverst\u00e4ndnissen und anachronistischen Fehlschl\u00fcssen entgegenwirken (296).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine aufschlussreiche Analyse der Predigten aus den Jahren 1545\/46 des B\u00fcndner Reformators Johannes Comander folgt, die unter Beweis stellt wie aufschlussreich eine Untersuchung, hier der reformierten (Mikro-)Konfessionalisierung im Freistaat der Drei B\u00fcnde, sein kann, wenn man a) weniger bekannte reformatorische Pers\u00f6nlichkeiten und deren literarische Produktion w\u00e4hlt und b) den jeweiligen Sitz im Leben sorgf\u00e4ltig beachtet (301\u2013331, bes. 314). Der souver\u00e4ne Strohm\u2019sche Beitrag zur Theologie und Jurisprudenz reformierter Theologen und deren hermeneutische Konsequenzen f\u00fcr die Schriftlekt\u00fcre und die Interpretation des \u00fcberkommenen Zivil- und Kirchenrechts muss hier nicht n\u00e4her erl\u00e4utert werden; er empfiehlt sich selbst zur Lekt\u00fcre (333\u2013356).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter dem Stichwort \u201eQuerverbindungen\u201c schlie\u00dft der Tagungsband ab und entfaltet wiederum neue Einsichten zu altbekannten Themen: Der scheinbar unkritische Gebrauch der Allegorese bei Erasmus (im Vergleich zu Luther) wird hinterfragt und neu situiert (375f, 378f), die Bibelhermeneutik der T\u00e4ufer wird anhand des eher unspektakul\u00e4ren Lebens Pilgram Marpecks einer frischen Analyse unterzogen, insgesamt werden Forschungsmythen durch den mennonitischen Theologen und Mitarbeiter der HAdW, Stephen E. Buckwalter, aufgezeigt und entkr\u00e4ftet (s. bes. 382, 384). Die nach wie vor bestehende Aktualit\u00e4t der grundlegenden hermeneutischen Gewichtung von Altem und Neuen Testament als bleibendes Verm\u00e4chtnis der reformatorischen Debatten mit den Nonkonformisten wird am Schluss noch kurz erw\u00e4hnt (390f). Sebastian M\u00fcnsters selektiver Umgang mit den j\u00fcdischen Interpreten und deren Kommentaren auf der Suche nach sprachwissenschaftlicher Exzellenz auf der H\u00f6he seiner Zeit wird im letzten Beitrag konturiert. Die Anfragen Erasmus\u2019 aus eher philologischen und translatorischen Gr\u00fcnden (396), sowie der Widerspruch Luthers aus eher theologischer Perspektive werden dabei erw\u00e4hnt (403).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Band enth\u00e4lt \u2013 nota bene \u2013 mehrere hilfreiche Register, auch wenn die gemeinsame Nennung von klassischen Namen und modernen Autoren im Personenregister Geschmackssache ist. Redigiert wurde er in hervorragender Weise, der Rezensent konnte nur wenige formale Fehler ausmachen (s.\u00a014, 48 Anm.\u00a03, 58, 116 Anm.\u00a019, 150, 163 Anm.\u00a064; 164 Anm.\u00a070, 173, 202, 259, 279, 287, 297, 375). \u00c4u\u00dferst gro\u00dfz\u00fcgig ist der Tatbestand, dass das gesamte Werk <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/viewbooktoc\/product\/468730\">frei zug\u00e4nglich<\/a> ist im Open Access-Verfahren auf der Website des Verlags und so keine pekuni\u00e4ren Hindernisse aufkommen k\u00f6nnen. Es bleibt dem Tagungsband nur weite Verbreitung zu w\u00fcnschen, angesichts der h\u00e4ufig ventilierten, oft hartn\u00e4ckigen Vorstellungen bzgl. des Reformationszeitalters und der damit verbundenen Auslegung und Hermeneutik der Bibel in jener bedeutsamen Etappe.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dr. Thomas Kl\u00f6ckner ist Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kaiserslautern.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christine Christ-von Wedel \/ Sven Grosse (Hg.): Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit, Historia Hermeneutica. 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