{"id":1512,"date":"2022-04-27T14:43:33","date_gmt":"2022-04-27T14:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=1512"},"modified":"2022-04-27T14:43:34","modified_gmt":"2022-04-27T14:43:34","slug":"eckhard-j-schnabel-jesus-in-jerusalem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=1512","title":{"rendered":"Eckhard J. Schnabel: Jesus in Jerusalem"},"content":{"rendered":"\n<p>Eckhard J. Schnabel: <em>Jesus in Jerusalem. The Last Days<\/em>, Grand Rapids, Michigan: Eerdmans, 2018, geb., 680\u00a0S., $\u00a060,\u2013, ISBN <a href=\"https:\/\/www.eerdmans.com\/Products\/7580\/jesus-in-jerusalem.aspx\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.eerdmans.com\/Products\/7580\/jesus-in-jerusalem.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">978-0-8028-7580-8<\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Eckhard J. Schnabel ist \u201eMary French Rockefeller Distinguished Professor of New Testament\u201c am Gordon-Conwell Theological Seminary, South Hamilton, Massachusetts. Die vorliegende Monografie bezieht sich in f\u00fcnf Themenbereichen (mit 21 Tabellen, 11 Abbildungen und 13 Exkursen) auf Personen (11\u2013101), Orte (102\u2013138), Zeiten (139\u2013151), Ereignisse (152\u2013375) und Bedeutung (376\u2013398) rund um die letzten irdischen Tage Jesu in und um Jerusalem. Es folgt ein ausf\u00fchrliches Verzeichnis von Endnoten (399\u2013578) und eine Bibliografie (579\u2013628) sowie Autoren-, Sach- und Prim\u00e4rquellenverzeichnis (579\u2013680). Im Folgenden kann nur jeweils eine engere Auswahl beispielhaft besprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Hauptabschnitt (11\u2013101) geht auf insgesamt 72 Personen und Personenkreise aus dem Umfeld Jesu in seinen letzten irdischen Tagen, die nicht alle namentlich bekannt sind (z.&nbsp;B. die zwei Verbrecher am Kreuz), ein. Zum Beispiel erw\u00e4hnt Schnabel, dass der Name \u201eJesus\u201c bei Josephus (Flavius) bei 19 Personen mit diesem Namen erscheint (14).<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die aram\u00e4ische Schreibweise des Zusatznamens von Petrus (19) hat sich offensichtlich ein Fehler eingeschlichen: \u05db\u05b5\u05bc\u05d9\u05e4\u05b8\u05d0 und nicht \u05db\u05b5\u05bc\u05d9\u05e4\u05b8\u05e2 sollte es hei\u00dfen. Zu erw\u00e4hnen w\u00e4re dabei noch, dass die hebr\u00e4ische Entsprechung \u05db\u05b5\u05bc\u05e3 hei\u00dft (vgl. Jer&nbsp;4,29; Hi&nbsp;30,6). Der Name \u201eIskarioth\u201c ist nach Schnabel am besten vom hebr\u00e4ischen Ausdruck \u05d0\u05b4\u05d9\u05e9\u05c1 \u05e7\u05b8\u05e8\u05b4\u05d9\u05bc\u05d5\u05b9\u05ea her zu erkl\u00e4ren, was \u201eMann von Karioth\/Kerioth\u201c bedeutet (26). Andere leiten den Namen vom aram\u00e4ischen Wort \u05d0\u05b4\u05d9\u05e9\u05b0\u05c1\u05e7\u05b7\u05e8\u05b0\u05d9\u05b8\u05d0 ab, was so viel wie \u201eL\u00fcgner\u201c oder \u201efalscher Mensch\u201c hei\u00dft (27). In der modernen hebr\u00e4ischen \u00dcbersetzung wird der Name \u2013 wohl richtigerweise \u2013 mit \u05d0\u05b4\u05d9\u05e9\u05c1 \u05e7\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9\u05bc\u05d5\u05b9\u05ea = \u201eMann von Kerioth\u201c wiedergegeben, wobei \u05e7\u05b0\u05e8\u05b4\u05d9\u05bc\u05d5\u05b9\u05ea die Pluralform von \u05e7\u05b4\u05e8\u05b0\u05d9\u05b8\u05d4 = \u201ekleine Stadt, Vorort; Campus\u201c ist. Karioth bzw. Kerioth \u2013 heute Krajot, arabisch Qaryut \u2013 ist ein Dorf auf dem Berg (H\u00fcgel) auf der Nordseite von Schilo (Silo). Wenn Judas von dort kam, w\u00fcrde das wohl bedeuten, dass einer der Apostel Jesu ein Samariter war.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Nikodemos (\u039d\u03b9\u03ba\u03cc\u03b4\u03b7\u03bc\u03bf\u03c2) geht Schnabel etwas ausf\u00fchrlicher ein (35\u201340). Der griechische Name wird im Hebr\u00e4ischen mit \u05e0\u05e7\u05d3\u05d9\u05de\u05d5\u05df (\u05e0\u05b7\u05e7\u05b0\u05d3\u05b4\u05bc\u05d9\u05de\u05d5\u05b9\u05df) wiedergegeben. Es spricht einiges daf\u00fcr, dass \u201eNikodemus, Sohn des Gurion\u201c (\u05e0\u05e7\u05d3\u05d9\u05de\u05d5\u05df \u05d1\u05df \u05d2\u05d5\u05e8\u05d9\u05d5\u05df), der im Talmud wiederholt erw\u00e4hnt wird und im J\u00fcdischen Krieg (ab 66 n.&nbsp;Chr.) eine f\u00fchrende Rolle spielte, ein Neffe von dem Nikodemus aus Joh 3 war, dass also Gurion ein Bruder von diesem Nikodemos war. In Bezug auf Joseph von Arimath\u00e4a erw\u00e4hnt Schnabel, dass Arimath\u00e4a gew\u00f6hnlich mit Ramathajim (\u201evom Gebirge Ephraim\u201c) aus 1Sam 1,1 (36 km nordwestlich von Jerusalem), der Heimat von Elkana und seiner Familie, identifiziert wird (40). 1Makk 11,33f zufolge wurde im 2.&nbsp;Jh. v.&nbsp;Chr. bestimmt, dass die drei St\u00e4dte Ephraim (Ofra [heute Taybe] n\u00f6rdlich von Jerusalem und in der N\u00e4he von Bethel), Lydda (15 km s\u00fcdwestlich von Ramathaim) und Ramathaim von Samaria an Jud\u00e4a \u00fcbergehen sollten. Damit ist auch gekl\u00e4rt, warum Arimath\u00e4a in Lk 23,51 als \u201eStadt in Juda\/Jud\u00e4a\u201c beschrieben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Schnabel identifiziert \u201eMaria, die [Frau] des Klopas\u201c, in Joh 19,25 mit der \u201eSchwester seiner [Jesu] Mutter\u201c, die im gleichen Vers erw\u00e4hnt wird (51). Wenn der genannte Klopas mit dem Kleopas von Emmaus (vgl. Lk 24,18) gleichzusetzen ist, was anzunehmen ist, und wenn dieser Kleopas ein Bruder von Joseph, dem (rechtlichen) Vater Jesu, war, wie in der Alten Kirche bezeugt wurde, so w\u00fcrde das bedeuten, dass die Mutter Jesu und auch ihre Schw\u00e4gerin beide Maria (bzw. Mirjam) hie\u00dfen. Entsprechend ist es f\u00fcr Schnabel unwahrscheinlich, dass es sich bei der Schwester der Mutter Jesu von Joh 19,25 um die Mutter der Zebed\u00e4us-S\u00f6hne handelt, und auch die Identifikation der Mutter der Zebed\u00e4us-S\u00f6hne mit Salome von Mk 15,40 wird von Schnabel nicht gesehen (55). Es spricht aber altkirchlich viel daf\u00fcr, dass die Mutter der Zebed\u00e4us-S\u00f6hne eine Schwester Marias, der Mutter Jesu, war und dass beide auch priesterliche Adern hatten (Elisabeth, die Frau vom Priester Zacharias, war wohl eine Tante von Maria; vgl. Lk 1,36). Dadurch wird erkl\u00e4rt, warum die Zebed\u00e4us-S\u00f6hne nach dem Wunsch ihrer Mutter \u201eMinister\u201c zur Rechten und zur Linken Jesu bei seiner K\u00f6nigsherrschaft sein sollten (vgl. Mt 20,21\u201323), warum Jesus seine Mutter dem Zebedaiten Johannes anbefiehlt (vgl. Joh 19,26f) und warum dieser Johannes dem Hohepriester bekannt war (vgl. Joh 18,15f) und sich im Umkreis des Hohepriesters so gut auskannte (vgl. z.&nbsp;B. Joh 18,10.26).<\/p>\n\n\n\n<p>Was Pontius Pilatus betrifft, so geht Schnabel davon aus, dass dieser wohl nicht ab 26 n.&nbsp;Chr., sondern bereits ab 19 n.&nbsp;Chr. (bis 37 n.&nbsp;Chr.) Pr\u00e4fekt von Jud\u00e4a war (92). Die Begr\u00fcndung daf\u00fcr findet man bei Schnabel jedoch erst auf S.&nbsp;450 in der entsprechenden Endnote (574). Die \u201etraditionelle Datierung\u201c geht n\u00e4mlich von Eusebius (Hist Eccl 1,9) aus, w\u00e4hrend die Datierung von Schnabel (im Einklang mit Daniel R. Schwartz, Jerusalem) von Josephus (Ant 18,35.89) ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im zweiten Themenbereich unter der \u00dcberschrift \u201ePlaces\u201c (102\u2013138) werden 17 Orte beschrieben. Die Karte von \u201eJerusalem im Jahr 30 n.&nbsp;Chr.\u201c auf S.&nbsp;106 (siehe auch 235) lokalisiert den Hasmon\u00e4erpalast in die N\u00e4he des Gennath-Tores (\u201eGartentor\u201c) \u00f6stlich vom Jaffator, und zwar direkt auf der S\u00fcdostseite davon. Damit w\u00e4re das heutige Wohl-Museum, das sich wahrscheinlich an dem Ort der Villa der hohepriesterlichen Hannas-Familie befindet (vgl. auch 122\u2013124), weiter \u00f6stlich vom Hasmon\u00e4erpalast gewesen. Der eventuelle Wohnort des Hohepriesters Kaiphas wird von Schnabel vom Hasmon\u00e4erpalast etwas weiter zum S\u00fcden\/S\u00fcdosten lokalisiert, wobei die M\u00f6glichkeit, dass Kaiphas in derselben Villa wie sein Schwiegervater Hannas residierte, auch zur Sprache kommt (124f).<\/p>\n\n\n\n<p>Beachten sollte man dabei u.&nbsp;a., dass Joh 18,13ff offensichtlich voraussetzt, dass Petrus am gleichen Ort bzw. im gleichen Hof blieb, als Jesus von Hannas zu Kaiphas gebracht wurde, und trotzdem immer noch in der N\u00e4he von Jesus war. Das spricht stark zugunsten der Vermutung, dass Hannas und Kaiphas damals im selben Geb\u00e4ude residierten. Und der Hasmon\u00e4erpalast muss nach der Beschreibung des Josephus (vgl. z.&nbsp;B. Josephus, Ant 2,344; 20,189f) nord\u00f6stlich vom Wohl-Museum gelegen haben (wohl bei den \u00dcberresten der antiken Kirche, die man auf der linken Seite sieht, wenn man auf der s\u00fcdwestlichen Seite vom Tempelberg die Treppe u.&nbsp;a. in Richtung \u201everbranntes Haus\u201c und Wohl-Museum hochsteigt).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Oberste Gerichtshof befand sich nach der Mischna in einer Quaderhalle (\u05dc\u05b4\u05e9\u05b0\u05c1\u05db\u05b7\u05ea \u05d4\u05b7\u05d2\u05b8\u05bc\u05d6\u05b4\u05d9\u05ea; vgl. z.&nbsp;B. mSanh 11,2). Schnabel weist nun darauf hin, dass das hebr\u00e4ische Wort \u05d2\u05b8\u05bc\u05d6\u05b4\u05d9\u05ea (\u201eQuader\u201c) in der LXX auch mit \u03be\u03c5\u03c3\u03c4\u03cc\u03c2 wiedergegeben wird (allerdings nur in 1Chron 22,2; in Am 5,11: \u03be\u03b5\u03c3\u03c4\u03cc\u03c2). Josephus zufolge lie\u00df Agrippa II. \u201edie Menge in den Xystus zusammenrufen und stellte sich an einer von \u00fcberall her sichtbaren Stelle des Hasmon\u00e4erpalastes zusammen mit seiner Schwester Berenike auf. Der Palast stand oberhalb des Xystus [eine \u00fcberdachte Sporthalle; vgl. 1Makk 1,14f; 2Makk 4,11\u201315] an der Grenze der Oberstadt, auch war eine Br\u00fccke vorhanden, die den Tempelbezirk (das Heiligtum) mit dem Xystus verband. Dort hielt Agrippa folgende Rede \u2026\u201c (Josephus, Ant 2,344; vgl. auch u.&nbsp;a. ders., Bell 6,324f.377).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sitzungen des (gesamten) Hohen Rats fanden Josephus zufolge in der S\u00e4ulenhalle am Xystus statt (Bell 5,144) \u2013 in Bell 6,354 wird das \u201eRathaus\u201c (\u03b2\u03bf\u03c5\u03bb\u03b5\u03c5\u03c4\u03ae\u03c1\u03b9\u03bf\u03bd) allerdings im Zusammenhang mit dem \u201eOphel\u201c (S\u00fcdseite vom Tempelberg) erw\u00e4hnt. Die Mischna (mMid 5,4) betont ihrerseits, dass \u201edas gro\u00dfe Synhedrium Israels\u201c seinen Sitz in der Quaderhalle auf der S\u00fcdseite des Tempelhofes (\u05d4\u05b8\u05e2\u05b2\u05d6\u05b8\u05e8\u05b8\u05d4 == \u201eVorhof der Israeliten\u201c) hatte (die Mischna kennt drei Gerichtsh\u00f6fe in Jerusalem). Der Xystus wird auf jeden Fall von dem \u201eRathaus\u201c unterschieden. Schnabel weist darauf hin, dass unmittelbar auf der S\u00fcdseite des Wilson-Bogens (neben der \u201eKlagemauer\u201c) am Tempelberg eine pr\u00e4chtige Halle aus der Zeit des Zweiten Tempels entdeckt worden ist. \u201eThis is the most likely site of the Sanhedrin building in which the verdict in Jesus\u2019 Jewish trial was pronounced\u201c (127).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pr\u00e4torium, in dem Jesus vor Pilatus stand (vgl. Mt 27,27; Mk 15,16; Joh 18,28.33; 19,9), wird von Schnabel mit dem Herodespalast (s\u00fcdw\u00e4rts vom Jaffator) identifiziert (127\u2013129), was historisch zumindest f\u00fcr andere r\u00f6mische Stadthalter von Jud\u00e4a best\u00e4tigt wird. Die Ansicht von Shimon Gibson zu dem \u201ePflasterstein\u201c (\u039b\u03b9\u03b8\u03bf\u0301\u03c3\u03c4\u03c1\u03c9\u03c4\u03bf\u03c2; \u05d2\u05b7\u05bc\u05d1\u05b0\u05bc\u05ea\u05b8\u05d0), wo nach Joh 19,13 die Rednertrib\u00fcne bzw. der \u201eRichterstuhl\u201c des Palastes war (siehe dazu 131), ist mir durch eine pers\u00f6nliche F\u00fchrung von Gibson bekannt. Demnach wurde Jesus \u00fcber die Treppe, die man heute noch ca. 150 m s\u00fcdw\u00e4rts vom Jaffator sieht und wo es wahrscheinlich einen \u201egeheimen\u201c Eingang (nach Gibson einen \u201ePrivateingang\u201c) zum Palast gab, zu Pilatus gef\u00fchrt (ein kleines Schild macht heute darauf aufmerksam). Wie Joh 19,13 zum Ausdruck bringt, war der Ort auf jeden Fall au\u00dferhalb des Palastes, da Jesus von Pilatus dorthin hinausgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der \u00dcberschrift \u201eTimelines\u201c (139\u2013151) begr\u00fcndet Schnabel zuerst, warum davon auszugehen ist, dass Jesus im Jahr 30 n.&nbsp;Chr. gestorben ist (am 7. April). Dann geht er auf die einzelnen Tage der letzten Woche Jesu ein, bevor er u.&nbsp;a. auf die verschiedenen L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge in Bezug auf den scheinbaren Widerspruch zwischen den synoptischen Evangelien und dem Johannesevangelium bei der Datierung des Letzten Mahles Jesu zu sprechen kommt (144\u2013147). Beachtet werden sollte dabei auch, dass jemand, der einen Mitjuden vor einem Nichtjuden anklagt, in der pharis\u00e4ischen Tradition als verp\u00f6nt galt. Nach Mt 27,12 wird Jesus von den \u201eHohepriestern und \u00c4ltesten\u201c vor Pilatus angeklagt (vgl. auch Mt 27,20; sonst werden allgemein in dem Zusammenhang nur die \u201eHohepriester\u201c genannt [vgl. Mk 15,3; Joh 19,6.15], in Lk 23,10 daneben auch die \u201eSchriftgelehrten\u201c), wobei nicht gesagt wird, ob ein Teil davon Pharis\u00e4er war (erst in Mt 27,62 werden die Pharis\u00e4er \u2013 neben den \u201eHohepriestern\u201c \u2013 wieder ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt). Wahrscheinlich ist, dass diejenigen, die Jesus anklagten und sich dabei nicht \u201everunreinigen\u201c wollten, weil sie am Abend das Passa essen wollten (vgl. Joh 18,28), Sadduz\u00e4er waren. Zudem zeigt mChag 2,4, dass es zwischen der Schule Schammais und der Schule Hillens unterschiedliche Ansichten dar\u00fcber gab, wann der \u201eTag des Schlachtens\u201c sein soll, wenn ein Fest auf den R\u00fcsttag (Freitag) f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Abschnitt \u00fcber \u201eEreignisse\u201c (152\u2013375) geht Schnabel z.&nbsp;B. auf die Salbung in Bethanien, die Tempelreinigung, die Verfluchung des Feigenbaums, die Diskussionen Jesu mit den Pharis\u00e4ern und Sadduz\u00e4ern und die Endzeitrede Jesu ein. Das Letzte Mahl Jesu mit seinen J\u00fcngern wird im Kontext des j\u00fcdischen Passafestes erl\u00e4utert (202\u2013214). Anschlie\u00dfend werden die Anschuldigungen, die vom Hohen Rat der Juden gegen Jesus vorgetragen wurden, im Kontext der antiken j\u00fcdischen Gerichtsverhandlungen \u2013 wie sie z.&nbsp;B. im Mischnatraktat Sanhedrin dargelegt werden \u2013 besprochen (242\u2013266). Dann wird \u2013 wiederum recht ausf\u00fchrlich \u2013 der Prozess Jesu vor Pilatus und Herodes Antipas erl\u00e4utert (266\u2013307), bevor die Ereignisse um die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu thematisiert werden (307\u2013375).<\/p>\n\n\n\n<p>Im letzten Hauptabschnitt unter der \u00dcberschrift \u201eSignificance\u201c (376\u2013398) geht es u.&nbsp;a. um die Messianit\u00e4t Jesu, Jesu Haltung zum Tempel, Jesu Tod und Auferstehung sowie um die Mission derer, die Jesus nachfolgen (\u201ebis an das Ende der Erde\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch von Eckhard Schnabel geht auf insgesamt sehr sorgf\u00e4ltige Recherchen zur\u00fcck, und wer auch immer die umfangreiche Monografie durcharbeitet, wird das mit viel Gewinn tun. Prim\u00e4rquellen aus der Antike scheint der Autor aber weniger selbstst\u00e4ndig untersucht zu haben, was nat\u00fcrlich zus\u00e4tzlich mit viel Zeit verbunden ist. St\u00f6rend ist aus meiner Sicht, dass die vielen Endnoten (399\u2013578!) nicht als Fu\u00dfnoten erscheinen. So wird sich wohl kaum jemand die M\u00fche machen, auch nur einige der vielen Ausf\u00fchrungen in den Endnoten zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><em>Jacob Thiessen, Prof. f\u00fcr Neues Testament an der Staatsunabh\u00e4ngigen Theologischen Hochschule Basel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eckhard J. Schnabel: Jesus in Jerusalem. The Last Days, Grand Rapids, Michigan: Eerdmans, 2018, geb., 680\u00a0S., $\u00a060,\u2013, ISBN 978-0-8028-7580-8 Eckhard<\/p>\n","protected":false},"author":104,"featured_media":1513,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1512","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neues-testament"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/104"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1512"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1514,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1512\/revisions\/1514"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}