{"id":2370,"date":"2024-10-16T19:50:43","date_gmt":"2024-10-16T19:50:43","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=2370"},"modified":"2024-10-16T19:50:44","modified_gmt":"2024-10-16T19:50:44","slug":"friedemann-burkhardt-simon-herrmann-tobias-schuckert-hg-stuttgarter-gottesdienst-und-gemeindestudie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=2370","title":{"rendered":"Friedemann Burkhardt \/ Simon Herrmann \/ Tobias Schuckert (Hg.): Stuttgarter Gottesdienst- und Gemeindestudie"},"content":{"rendered":"\n<p>Friedemann Burkhardt \/ Simon Herrmann \/ Tobias Schuckert (Hg.): <em>Stuttgarter Gottesdienst- und Gemeindestudie. Religionssoziologische Momentaufnahme christlicher Gemeinden einer europ\u00e4ischen Metropolregion in \u00f6kumenischer Perspektive<\/em>, Leipzig \/ Baden-Baden: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig \/ Nomos Verlagsgesellschaft, 2022, Pb., 518\u00a0S., \u20ac\u00a088,\u2013, ISBN <a href=\"https:\/\/www.eva-leipzig.de\/product_info.php?info=p5346_Stuttgarter-Gottesdienst--und-Gemeindestudie.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.eva-leipzig.de\/product_info.php?info=p5346_Stuttgarter-Gottesdienst--und-Gemeindestudie.html\">978-3-374-07263-7<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Die Stuttgarter Gottesdienst- und Gemeindestudie wurde vom Liebenzell Institute for Missiological, Religious, Intercultural, and Social Studies (LIMRIS) durchgef\u00fchrt und untersucht die Gottesdienstlandschaft christlicher Gemeinden in der inneren Metropolregion Stuttgart. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse der Studie vor. Der Aufbau des Buches besteht aus drei Hauptteilen, sowie einem Anhang und einem Register f\u00fcr Namen, Orte und Sachen, was eine gezielte Lekt\u00fcre einzelner Beitr\u00e4ge erleichtert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einleitende erste Teil stellt die theoretischen und methodischen Grundlagen der Studie vor. Der gro\u00dfe Mehrwert dieser Studie liegt darin, dass sie sich nicht auf einzelne Konfessionen oder Konfessionsgruppen beschr\u00e4nkt, sondern nach M\u00f6glichkeit alle christlichen Gemeinden ber\u00fccksichtigt, von den beiden etablierten Volkskirchen bis zu unabh\u00e4ngigen Einzelgemeinden, die keinem Gemeindebund oder Netzwerk angeh\u00f6ren. Sogar christliche Sondergemeinschaften wie die Zeugen Jehovas sind Untersuchungsgegenstand der Studie. Dadurch gelingt es der Studie, die empirische Pluralit\u00e4t der christlichen Gemeinden in der inneren Metropolregion Stuttgart vor Augen zu f\u00fchren und konfessionelle Engf\u00fchrungen aufzubrechen. Die Breite der Studie er\u00f6ffnet so den christlichen Gemeinden und Kirchen neue Potenziale gegenseitigen Lernens. Auch der methodische Mix aus quantitativen und qualitativen Zugangsweisen \u00fcberzeugt, weil er ebenfalls zu einer breiten und dichten Beschreibung der empirischen Lage beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Teil stellt die Ergebnisse der Studie dar, wobei der Schwerpunkt auf quantitativen Aspekten liegt. Den drei Beitr\u00e4gen dieses Teils gelingt es, die komplexen Daten der Studie zu einem Gesamtbild zu verbinden, das den eigenen Gemeindehorizont enorm weitet. Die kirchenkundliche Darstellung der Gemeinden in der inneren Metropolregion Stuttgart f\u00fchrt dem Leser die geradezu un\u00fcberschaubare Vielfalt christlicher Gemeinden vor Augen. Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass die beiden traditionellen \u201eGro\u00dfkirchen\u201c nur knapp die H\u00e4lfte der Gemeinden stellen. Ebenso bemerkenswert ist, dass sich der Gottesdienst am Sonntagvormittag gerade nicht als Auslaufmodell erweist, sondern nach wie vor als das Zentrum christlicher Gottesdienstpraxis. Die Ergebnisse zeigen besonders f\u00fcr die Gemeinden mit einer triadischen Schwerpunktsetzung ein hohes Mobilisierungsverm\u00f6gen. Sie gestalten ihre Gottesdienste als Raum f\u00fcr Transzendenzerfahrung, zum Beispiel durch Worshipmusik, aber verf\u00fcgen auch \u00fcber inklusiv-integrative Angebote, die gesellschaftsrelevant und gemeinschaftsstiftend sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der dritte Teil ist der umfangreichste und repr\u00e4sentiert schwerpunktm\u00e4\u00dfig qualitative Ergebnisse der Studie. Er besteht aus Einzelbeitr\u00e4gen, die exemplarisch einzelne Gemeinden, Projekte oder Perspektiven der Stuttgarter Gottesdienstlandschaft vorstellen. Die Beitr\u00e4ge beleuchten so unterschiedliche Ph\u00e4nomene wie eine Kirche im digitalen Raum, eine japanische und eine afrikanische Gemeinde. Andere Beitr\u00e4ge reflektieren die Ergebnisse aus besonderen Perspektiven wie zum Beispiel aus freikirchlichem oder r\u00f6misch-katholischem Blickwinkel. Es gelingt dadurch, den Reichtum und die Vielfalt der christlichen Gemeinde der inneren Metropolregion Stuttgart konkret zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der vorliegenden Band legt erstmals eine empirische Untersuchung christlicher Gottesdienstpraxis einer Region mit \u00f6kumenischer Perspektive vor. Die Ergebnisse erweitern den Horizont des Lesers ungemein und motivieren dazu, neue Gemeinden und deren Gemeindeleben kennenzulernen. Zugleich stellen sich aufgrund der Ergebnisse auch neue Forschungsfragen. Wie sieht die religi\u00f6se Praxis in anderen Religionen wie dem Islam in der Region aus? Oder wie wird diese Momentaufnahme christlicher Gottesdienst- und Gemeindepraxis in einigen Jahren aussehen? Es ist daher zu hoffen, dass das LIMRIS-Institut noch weitere Studien dieser Art folgen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>Benjamin Hummel, Pfarrer der Ev. Landeskirche in W\u00fcrttemberg, Holzmaden<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedemann Burkhardt \/ Simon Herrmann \/ Tobias Schuckert (Hg.): Stuttgarter Gottesdienst- und Gemeindestudie. 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