{"id":254,"date":"2017-05-01T19:49:40","date_gmt":"2017-05-01T19:49:40","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=254"},"modified":"2017-05-01T20:32:14","modified_gmt":"2017-05-01T20:32:14","slug":"philipp-jakob-spener-berliner-predigten-1693-1701","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=254","title":{"rendered":"Philipp Jakob Spener: Berliner Predigten 1693\u20131701"},"content":{"rendered":"<p>Philipp Jakob Spener: <em>Berliner Predigten 1693<\/em>\u2013<em>1701<\/em>, Philipp Jakob Spener, Schriften, Bd. 10, Hildesheim, Z\u00fcrich, New York: Olms, 2015, geb., LXXXII+685 S., \u20ac 198,\u2013, <a href=\"http:\/\/www.olms.de\/search\/Detail.aspx?&amp;pr=2008231\">ISBN 978-3-487-14994-3<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/rezensionen.afet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Spener_Predigten.pdf\"><\/p>\n<div class=\"dwnldbtn\">Download PDF<\/div>\n<p><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Nach fast 30 Jahren ist die von Erich Beyreuther im Jahr 1979 begonnene Reihe mit Reprints von Schriften Speners mit dem vorliegenden Band zum Ende gekommen. Vom Jahr 2001 an hat Dietrich Blaufu\u00df, der schon lange vorher intensiv an der Herausgabe beteiligt war, die Herausgeberschaft \u00fcbernommen. Im vorliegenden Band gibt er einen ausf\u00fchrlichen R\u00fcckblick \u00fcber die Genese des gesamten Werkes ( 665*\u2013684*). In einer Zeit, in der es v\u00f6llig offen stand, ob eine projektierte Edition von Werken Speners in absehbarer Zeit realisiert werden w\u00fcrde und gleichzeitig \u2013 anders als heute \u2013 der Zugriff auf seine gedruckten Werke nicht leicht war, sollte mit der Reprintausgabe eine gewisse Abhilfe geschaffen werden. Auch wenn damit kein kommentierter Text an die Hand gegeben wurde, konnten Ergebnisse der Spenerforschung in unterschiedlich ausf\u00fchrlicher Art in Einf\u00fchrungen bereitgestellt werden. Dass eine mehr oder weniger \u201ereine\u201c Reprintausgabe heute in einer Zeit, in der nahezu alle wichtigen Texte aus der fr\u00fchen Neuzeit als Digitalisate im Internet zur Verf\u00fcgung stehen, ein gut Teil ihrer Bedeutung verlieren w\u00fcrde, konnte damals und noch viele Jahre danach niemand ahnen. Es ist aber dennoch gut, dass die gesamte Ausgabe, die auf 16 B\u00e4nde (in 38 Teilb\u00e4nden) projektiert war, mit dem vorliegenden Band den letzten noch ausstehenden, wenn auch nicht den letzten Band der Reihe, beendet hat. Damit ist zum ersten Mal eine Speneredition zum Abschluss gebracht. Dies allein ist der Erw\u00e4hnung wert. Die Fortsetzung einer \u201eSonderreihe\u201c, die derzeit u.\u00a0a. einen Reprint der dreib\u00e4ndigen Spenerbiographie Paul Gr\u00fcnbergs enth\u00e4lt, wird \u2013 vorsichtig \u2013 angek\u00fcndigt (8*, 666*).<\/p>\n<p>Bevor die einzelnen Spenertexte, die in diesen Band aufgenommen sind, benannt und kurz dargestellt werden, sei insbesondere auf das Nachwort von D. Blaufu\u00df verwiesen: \u201e35 Jahre \u201aPhilipp Jakob Spener: Schriften\u2018 Band I bis XVI (1979\u22122014). Ein R\u00fcckblick\u201c (665*\u2212685*). Darin werden nicht nur die jeweiligen B\u00e4nde (mit Erscheinungsjahr) und die beteiligten Mitarbeiter in einer Liste \u00fcbersichtlich dargestellt, sondern es wird vor allem die Genese der Reihe beschrieben und ins Verh\u00e4ltnis zu den anderen Spenereditionen gesetzt. Neben dieser Reprintausgabe handelt es sich dabei um die dreib\u00e4ndige und bislang nicht zu Ende gebrachte Ausgabe <em>Die Werke Philipp Jakob Speners. Studienausgabe<\/em> (Bd. I\/1, Gie\u00dfen: Brunnen 1996; Bd. I\/2, Gie\u00dfen 2000; Bd.\u00a0II, Gie\u00dfen 2006) und um die Edition der Briefe Philipp Jakob Speners, die \u00fcber viele Jahre als DFG-Projekt und seit 2011 als Projekt der S\u00e4chsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig vorangetrieben wird (inzwischen 10 B\u00e4nde; T\u00fcbingen 1992\u22122017). Fragen, die in einer ganzen Reihe von Publikationen zur Edition von Spenertexten und zum Verh\u00e4ltnis der verschiedenen Projekte zueinander behandelt wurden, sind in diesem Nachwort kurz zusammengefasst und k\u00f6nnen hier nicht wiederholt werden. (Noch?) offene und wiederholt gestellte Fragen an die Spenerbriefedition werden wiederholt, betreffen jedoch nicht den hier zu rezensierenden Band. Auf notwendige Ver\u00e4nderungen im Aufbauplan des Editionsprojekts wird hingewiesen. Dabei geht es vor allem darum, dass die Idee, die Edition an den Hauptwirkungsorten Speners bzw. der \u201eEntstehungs- und\/oder Ver\u00f6ffentlichungszeit der Spener-Texte\u201c (676*) zu orientieren, nicht gelungen ist \u2013 und auch nicht gelingen konnte, was der Hg. anhand der Publizierung der \u201eBriefe- und Bedenken-Sammlungen\u201c (676*) expliziert. \u201ePragmatische L\u00f6sungen\u201c (678*) mussten gefunden werden, die vor allem durch die Editionsform des Reprints n\u00f6tig wurden.<\/p>\n<p>Mir scheint angesichts des Vorteils einer umfangreichen, wenn auch l\u00e4ngst nicht vollst\u00e4ndigen Zusammenstellung von Spenerwerken ein \u201edogmatisch\u201c motiviertes Monitum an dieser Stelle nicht notwendig. Die \u201epraktischen\u201c Gr\u00fcnde f\u00fcr diese \u00c4nderungen sind begr\u00fcndet und nachvollziehbar. F\u00fcr den hier zu besprechenden Band ist diese mitten im Verlauf des Editionsprojekts ge\u00e4nderte Grobeinteilung (vom zeitlichen Ablauf hin zu einer Sachorientierung) jedoch von Bedeutung. Betrachtet man die stattliche Reihe von B\u00e4nden, die immerhin fast drei Regalb\u00f6den f\u00fcllen, dann nimmt sich der einzige (!) Band, der auf dem R\u00fcckentitel mit einem der Wirkungsorte Speners verbunden ist, n\u00e4mlich Berlin, ziemlich mager aus. F\u00fcr jemanden, der Speners \u0152uvre nicht kennt und nur einen oberfl\u00e4chlichen Blick auf die Ausgabe wagt, scheint es so, als habe seine Schaffenskraft deutlich nachgelassen. Dass die Wiedergeburtspredigten (Spener, <em>Schriften<\/em>, Bd.\u00a0VII) ebenfalls aus der Berliner Zeit stammen, wird nicht explizit vermerkt, ebenso wenig eine Reihe von Streitschriften, die in diese Lebensphase Speners geh\u00f6ren (Spener, Bd. V und VI). So bleibt der Titel dieses Bandes eine Art Relikt an den zuerst angedachten Aufbau der Edition.<\/p>\n<p>\u00dcber die aufgenommenen und weggelassenen Texte in einer Auswahlausgabe wird man immer streiten k\u00f6nnen. Aber man fragt sich doch, wieso die von Spener selbst als \u00e4u\u00dferst wichtig angesehene Schrift <em>Evangelische Glaubensgerechtigkeit<\/em>, 1684) nicht ber\u00fccksichtigt wurde. Es handelt sich hierbei um das erste gro\u00dfe umfangreiche Werk des damaligen Frankfurter Seniors, das ihm derart wichtig war, dass er \u00fcber Monate hinweg nur die allernotwendigsten amtlichen Aufgaben durchf\u00fchrte, sich zum Schreiben aus seinem Wohnhaus zur\u00fcckzog, um ungest\u00f6rt zu sein, und sogar bis aufs Allerdringlichste seine Korrespondenz beiseitelegte. Dieses Werk ist vermutlich der ausf\u00fchrlichste \u2013 deutschsprachige \u2013 Text zur lutherischen Rechtfertigungslehre im Zeitalter der Orthodoxie. Die \u00fcber 1000 Seiten sollten f\u00fcr eine \u2013 in Aussicht gestellte \u2013 Erweiterung der Reprintedition aber kein Hindernis darstellen, zumal auch andere umfangreiche Werke aufgenommen wurden. Auch wenn der Text als Digitalisat im Internet greifbar ist, sollte der Forschung ein Druck noch zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Der hier zu besprechende Band X enth\u00e4lt sieben Einzeltexte aus den Jahren 1693 bis 1697. Sie werden von vier Fachleuten eingef\u00fchrt. Markus Matthias leitet die Predigt aus dem Jahr 1693 ein \u201eDie Gr\u00fcndliche Er\u00f6rterung \/ Was von dem [EXORCISMO zu halten seye \/ wie auch Krafft und Wirckung der Tauffe\u201c und stellt sie in den historischen Zusammenhang ihrer Entstehung (9*\u221218*). Die Thematik war ein konfessionelles Unterscheidungsmerkmal zwischen Reformierten und Lutheranern, das in einem Land, in dem die Herrschaft reformiert und der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6llkerung lutherisch war, von Bedeutung war. Spener h\u00e4lt sie f\u00fcr ein Adiaphoron und erweist sich \u2013 bei seiner ansonsten deutlichen lutherischen Einstellung \u2013 an dieser Stelle als irenisch. Gleichzeitig stellt er die grundlegenden \u201eWohlthaten\u201c Gottes, n\u00e4mlich Rechtfertigung, Wiedergeburt und Erneuerung, in ein konstitutives Verh\u00e4ltnis zur Taufe. Es wird deutlich, dass sein Taufverst\u00e4ndnis nicht von seiner Auffassung des <em>ordo salutis<\/em> zu trennen ist. Der zweite von M. Matthias eingef\u00fchrte Text nimmt ein Thema auf, das f\u00fcr die Auseinandersetzung um den entstandenen Pietismus von gro\u00dfer Bedeutung ist: Die M\u00f6glichkeit, Grenzen und Gefahren \u201evon gesichten \/ erscheinungen und dergleichen offenbahrungen\u201c. Es geht um die Frage nach der Behauptung des Quedlinburger Goldschmieds Heinrich Kratzenstein, in Tr\u00e4umen g\u00f6ttliche Offenbarungen zu haben. Diese wurden in Zusammenhang mit dem Pietismus gebracht und von den Gegnern dazu verwendet, zu zeigen, wie gef\u00e4hrlich die neue Fr\u00f6mmigkeitsbewegung sei. Spener hatte ein Gutachten zu den Quedlinburger Ereignissen zu erstellen, das ohne seine Zustimmung publiziert worden war. Das \u2013 zusammen mit einer Predigt zum Thema \u2013 nun von Spener approbierte Gutachten ist im Band aufgenommen. Darin unterstreicht er noch einmal, was er schon andernorts festgestellt hatte: Im Gegensatz zu vielen seiner orthodoxen Kollegen konnte er die M\u00f6glichkeit besonderer Offenbarungen nach dem Abschluss des neutestamentlichen Kanons nicht v\u00f6llig verneinen, aber er stellt einen genauen Kriterienkatalog auf, anhand dessen man versuchen k\u00f6nne, die G\u00f6ttlichkeit einer solch au\u00dfergew\u00f6hnlichen Erfahrung zu erkennen \u2013 oder vielleicht besser, festzustellen, unter welchen Bedingungen kein g\u00f6ttlicher Ursprung vorliegt. Kratzenstein h\u00e4lt Spener schlichtweg f\u00fcr krank.Andres Stra\u00dfberger besch\u00e4ftigt sich anhand einer im Band ver\u00f6ffentlichten Predigt mit Spener als Bu\u00dfprediger. In einer dieser Predigten geht es auch um ein f\u00fcr die pietistischen Auseinandersetzung brisantes Thema, n\u00e4mlich dem des sog. \u201eGnadenziels\u201c. Im \u201eterministischen Streit\u201c (1699\u22121710) wurde die Frage verhandelt, ob den Menschen schon vor ihrer Todesstunde ein Zeitpunkt von Gott gesetzt wird bis zu dem sie Bu\u00dfe tun k\u00f6nnten, bevor sie ihre Verstockung erleiden m\u00fcssen. Auch hier l\u00e4sst sich bei Spener ein Mittelweg in der Streitfrage erkennen. Einerseits h\u00e4lt er an der herk\u00f6mmlichen Lehre fest, dass dem einzelnen Menschen keine bestimmte Gnadenfrist in diesem Leben gesetzt ist. Andererseits weist in der Predigt anhand eines gerade in Berlin geschehenen Ungl\u00fccks darauf hin, dass es ein \u201eZu sp\u00e4t\u201c geben kann und nicht jeder mit seiner Bu\u00dfe bis zum Totenbette warten k\u00f6nne. Die zweite von Stra\u00dfberger eingeleitete Predigt besch\u00e4ftigt sich mit den Strafgerichten Gottes in dieser Zeit. Sie kann als Beispiel f\u00fcr die notwendige komplement\u00e4re Erg\u00e4nzung zu seiner \u201eHoffnung auf k\u00fcnftig bessere Zeiten der Kirche\u201c gelesen werden. Diese Hoffnung ist immer wieder \u2013 und in manchen Zeiten, in denen Spener das \u201eVerderben der Kirche\u201c in besonderer Weise empfindet \u2013 verbunden mit Strafgerichten, die Gott selbst \u00fcber die wahre Kirche, n\u00e4mlich die lutherische Kirche, in der das Evangelium rein bekannt (wenn auch nicht immer gelehrt) wird, verh\u00e4ngt. Wie das alttestamentliche Jerusalem (\u201ezu Jeremias Zeiten\u201c, wie Spener gelegentlich sagt) erst von der widerg\u00f6ttlichen babylonischen Macht zerst\u00f6rt werden musste, bevor es wieder aufgebaut werden konnte, f\u00e4ngt Gott sein Gericht an seinem eigenen Haus, seiner Gemeinde, an, um sie zu reinigen, bevor eine neue Gnadenzeit beginnen kann. In der vorliegenden Predigt gibt Spener Hinweise, wie man sich auf diese Zeit vorbereiten kann. Alexander Bitzel besch\u00e4ftigt sich mit einer Predigt, die ein weiteres wichtiges Thema der Berliner Wirksamkeit Speners behandelt: Die Frage nach dem Beichtwesen in der evangelischen Kirche. Johann Caspar Schade, ein junger Kollege Speners, der schon an den pietistischen Unruhen in Leipzig (1689\/90) beteiligt gewesen war, tat sich zunehmend schwer mit der \u201eBeichte am Flie\u00dfband\u201c, d.\u00a0h. einer damals in der evangelischen Kirche noch \u00fcblichen Einzelbeichte, die es nicht erm\u00f6glichte, den seelsorglichen Auftrag an den Beichtkindern wahrzunehmen, und gleichzeitig den Beichtvater in schwere Gewissensn\u00f6te bringen konnte, weil von ihm erwartet wurde, jedem Beichtkind die Absolution zu erteilen. Auch hier nimmt Spener ein Thema auf, das ihn schon lange vorher besch\u00e4ftigt hatte. Einerseits war f\u00fcr ihn die Ohrenbeichte eine sehr gute M\u00f6glichkeit, die Gemeindeglieder besser kennenlernen und geistlich begleiten zu k\u00f6nnen, andererseits verhinderte die Arbeitsbelastung und die zu geringe Zahl an Geistlichen eben dieses Vorhaben. Spener konnte seine skrupul\u00f6sen Amtskollegen verstehen, nahm aber auch hier eine vermittelnde Position ein. Die wahre Bu\u00dfe verbindet er mit der Verk\u00fcndigung des Evangeliums und seiner verhei\u00dfungsorientierten Qualit\u00e4t. Damit nimmt er den Geistlichen aus der \u201eSchusslinie\u201c. Andererseits wird die Wirklichkeit wahrer Bu\u00dfe und Bu\u00dffertigkeit an den \u00c4nderungswillen des Bu\u00dfklienten und an dessen konkreten Verhalten im Leben gebunden. Damit sind beide Pole genannt, die es verhindern, dass Glaube und Bu\u00dfe nicht eine menschliche Tat und Anstrengung sind. Sie sind gebunden an die geistgewirkte Verk\u00fcndigung und die ver\u00e4ndernde Kraft des Evangeliums. Gleichzeitig wird der nur \u201eeingebildete Glaube\u201c, der keine Frucht im Leben bewirkt, zur\u00fcckgewiesen. Zum Schluss sei auf die letzte in diesen Band aufgenommene Predigt hingewiesen (\u201eDie christliche Verpflegung der Armen\u201c). Sie wird von Peter Schicketanz eingeleitet. Diese Predigt ist eine Vorbereitung auf den Aufbau eines organisierten Armenwesens in Berlin. Dazu gibt Spener freilich nicht erst den Ansto\u00df, sondern sie stand schon auf der Agenda des Kurf\u00fcrsten, als Spener in die Mark Brandenburg wechselte. Dieser Umstand wird von Schicketanz jedoch nicht ausreichend herausgearbeitet. Mit Spener hatte der Landesherr aber einen Gew\u00e4hrsmann, der auf Erfahrungen dieser Art in Frankfurt zur\u00fcckgreifen und gleichzeitig die n\u00f6tige theologische Argumentation liefern konnte. Die Ver\u00f6ffentlichung der Predigt im Jahr 1697 erm\u00f6glichte zudem noch einen Anhang aus der Feder August Hermanns, der seine Erfahrungen aus dem einige Jahre vorher begonnenen sozialen Werk in Halle mitteilen konnte.<\/p>\n<p>Die vorgelegten Texte repr\u00e4sentieren also nur einen sehr schmalen Teil von Speners Berliner Predigtt\u00e4tigkeit. Aber sie greifen Themen auf, die f\u00fcr die Beurteilung des Pietismus und Speners Denken \u00fcberhaupt von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung sind. Sie sind in bestimmte Gespr\u00e4chszusammenh\u00e4nge seiner letzten Wirkperiode eingebunden, k\u00f6nnen aber nur so, nicht aber in ihrer grunds\u00e4tzlichen Thematik als Spezifika ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Berliner Zeit wahrgenommen werden. Insofern runden sie das Bild zu Spener ab.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Gestaltung des Bandes: Die Herstellung eines Reprints von alten Drucken ist gewiss eine besondere Herausforderung, d\u00fcrfen die Vorlagen doch nicht besch\u00e4digt werden. Dennoch ist es ein Manko eines so kostspieligen Bandes, wenn das Zeilenende auf manchen Seiten nicht vollst\u00e4ndig wiedergegeben ist. Die im Internet zur Verf\u00fcgung stehenden Texte zeigen reichlich, dass es heute Reproduktionsverfahren (und entsprechende Kopierer) gibt, die auch in den Falz eines Buches reichen und solche M\u00e4ngel h\u00e4tten verhindern k\u00f6nnen. Hier h\u00e4tte man von Verlag und Herstellung mehr Sorgfalt erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Dr. Klaus vom Orde, Arbeitsstellenleiter S\u00e4chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Forschungsstelle Edition Spenerbriefe in den Franckeschen Stiftungen, Halle<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/4.0\/\" rel=\"license\"><img decoding=\"async\" style=\"border-width: 0;\" src=\"https:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by-nd\/4.0\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><br \/>\nDieses Werk ist lizenziert unter einer <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung &#8211; Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philipp Jakob Spener: Berliner Predigten 1693\u20131701, Philipp Jakob Spener, Schriften, Bd. 10, Hildesheim, Z\u00fcrich, New York: Olms, 2015, geb., LXXXII+685<\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":255,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-254","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-historische-theologie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/27"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=254"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":403,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions\/403"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}