{"id":356,"date":"2017-10-09T14:03:57","date_gmt":"2017-10-09T14:03:57","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=356"},"modified":"2017-10-17T22:11:45","modified_gmt":"2017-10-17T22:11:45","slug":"juerg-buchegger-stefan-schweyer-hg-christozentrik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=356","title":{"rendered":"J\u00fcrg Buchegger \/ Stefan Schweyer (Hg.): Christozentrik"},"content":{"rendered":"<p>J\u00fcrg Buchegger \/ Stefan Schweyer (Hg.): <em>Christozentrik. Festschrift zur Emeritierung von Armin Mauerhofer<\/em>, Studien zu Theologie und Bibel 17, Z\u00fcrich: LIT-Verlag, 2016, 364 S., Pb., \u20ac 48,90, <a href=\"http:\/\/www.lit-verlag.de\/isbn\/3-643-80225-5\">ISBN 978-3-643-80225-5<\/a><\/p>\n<p><a class=\"linkeddiv\" href=\"https:\/\/rezensionen.afet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Martens_Buchegger.pdf\"><\/p>\n<div class=\"dwnldbtn\">Download PDF<\/div>\n<p><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Herausgeber vorliegender Festschrift m\u00f6chten mit dem Titel \u201eChristozentrik\u201c das Lebensthema des emeritierten Professors f\u00fcr Praktische Theologie an der Staatsunabh\u00e4ngigen Hochschule Basel, Armin Mauerhofer, umrei\u00dfen (11). Dem entsprechend hat die bunte Vielfalt von Artikeln in der Besinnung auf Christus ihren gemeinsamen Nenner.<\/p>\n<p>Dabei sind die Beitr\u00e4ge in vier gr\u00f6\u00dfere Gruppen eingeteilt, wobei Christus zuerst als die \u201eMitte der Schrift\u201c, dann als die \u201eMitte des Heils\u201c, danach als die \u201eMitte der Verk\u00fcndigung\u201c und schlussendlich als die \u201eMitte der Gemeindepraxis\u201c vorgestellt wird.<\/p>\n<p>Nach Gianfranco Schultzes einleitender Betrachtung des Gem\u00e4ldes \u201eJesus im Tempel\u201c (19\u201326) von Max Liebermann besch\u00e4ftigen sich die ersten Artikel mit Jesus Christus als der \u201eMitte der Schrift\u201c. Hier macht den Beginn eine aktuell sehr relevante Auseinandersetzung von Benjamin Kilch\u00f6r mit Notger Slenczka und seinen Thesen zur Kanonizit\u00e4t des Alten Testamentes (29\u201343). Sie stellt die Frage nach dem Christuszeugnis des Alten Testaments in den Mittelpunkt und wird dabei sehr n\u00fcchtern, kritisch und gleichzeitig differenziert gef\u00fchrt. Den fachlichen Ton beh\u00e4lt auch Thomas B\u00e4nziger in seinem Beitrag \u201eNachexilische Perspektiven auf den kommenden K\u00f6nig\u201c (45\u201360) bei. Herbert Klement wirft einen interessierten Blick auf die geheimnisvollen Familienverh\u00e4ltnisse Davids (61\u201376), wonach Harald Seubert die Funktion der Bibel bei der Grundlegung philosophischer Ans\u00e4tze der Neuzeit betrachtet (77\u201392). Eine fundamentale Bedeutung der Bibel verbindet sich mit den ph\u00e4nomenologischen Ans\u00e4tzen von Jean-Luc Marion und Michel Henry, aber auch mit der analytischen Religionsphilosophie eines Richard Swinburne oder Alvin Plantinga. Das gemeinsame Kennzeichen solcher Ans\u00e4tze ist nach Seubert eine reformatorische Glaubensbasis. Heinrich von Siebenthal folgt mit ebenfalls hermeneutischen \u00dcberlegungen zu Jesus als der Basis von Erkenntnis (93\u2013107). Er trifft dabei einen bewusst erbaulichen Ton. Ein klassisch bibelwissenschaftliches Thema nimmt Felix Aeschlimann auf, indem er das Verh\u00e4ltnis des historischen Jesus zu dem geglaubten Christus betrachtet (109\u2013122). Johannes Schwanke schlie\u00dft den ersten Teil ab mit einem Blick auf \u201eLuthers Ratschl\u00e4ge f\u00fcr das Studium der Theologie\u201c (123\u2013132).<\/p>\n<p>Der zweite gro\u00dfe Teil behandelt Jesus Christus als die \u201eMitte des Heils\u201c. Jacob Thiessen beginnt hier mit einem Aufsatz \u00fcber die Mission im Anschluss an Jesu Missionsauftrag (135\u2013148). Dieser theologischen Grundlegung f\u00fcgt Sven Grosse einen sehr viel praktischeren Beitrag an. Er beleuchtet mit Hilfe der Katechese bei Augustinus die Frage \u201eWie f\u00fchre ich einen Menschen zum Glauben\u201c (149\u2013162). Armin Sierszyn betrachtet unter dem Aspekt des Heils das Problemfeld \u201eErw\u00e4hlung und freier Wille\u201c (163\u2013176), w\u00e4hrend Helge Stadelmann eine differenzierte, aber sicher kontroverse Ausarbeitung zur Taufe anbietet (177\u2013192). Dem Thema schlie\u00dft sich Armin Wunderli an, indem er die Bekehrung und die Taufe von Kindern im freikirchlichen Kontext behandelt (193\u2013207). Der Aufsatz wird besonders interessant durch eine Kombination aus einem theologischen Blick in Bibel und Kirchengeschichte mit einem empirischen Beitrag, in welchem zwei Interviews ausgewertet werden. Abgeschlossen wird der Fokus auf Christus als Heilsmitte durch den Bruder des Verabschiedeten, Erich Mauerhofer (209\u2013220). In einem praktisch-theologischen Aufsatz mit erbaulichem Charakter besch\u00e4ftigt er sich mit der \u201eUmgestaltung ins Bild Jesu\u201c.<\/p>\n<p>Der folgende gro\u00dfe Abschnitt \u00fcber Christus als die \u201eMitte der Verk\u00fcndigung\u201c f\u00fchrt nun auf das Feld der Homiletik, in dem Mauerhofer als Lehrer haupts\u00e4chlich t\u00e4tig war. Matthias Kradolfer f\u00fchrt den Abschnitt mit dem aristotelischen Grundsatz der Rhetorik ein, nach dem ein Vortrag die Ebenen des logos, des ethos und des pathos beinhalte (223\u2013238). Diese wendet Kradolfer auf die christliche Predigt an. Dagegen wirft Horst Schaffenberger f\u00fcr seine homiletischen Ausf\u00fchrungen einen interessanten, wenn auch nicht ganz umfassenden Blick auf die Propheten des Alten Testaments (239\u2013252), da er die vor-exilischen Gerichtspredigten vollst\u00e4ndig ausblendet. Martin Hohl reflektiert die Homiletik von dogmatischer Seite, indem er eine \u201eChristozentrische und trinitarische Verk\u00fcndigung\u201c (253\u2013266) in den Fokus stellt. Der Beitrag von Samuel Leuenberger besteht in einer Predigt \u00fcber Gottes Liebe (267\u2013272), w\u00e4hrend Stefan Schweyer mit seinem Ansatz eines christozentrischen Gottesdienstes (273\u2013288) einen gerade f\u00fcr Freikirchen sehr relevanten Aufsatz beisteuert. Der Abschnitt wird abgeschlossen durch J\u00fcrg Buchegger-M\u00fcller, der ein \u00fcberzeugendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die \u00dcbersetzung englischer Lieder anhand von 1Kor 12\u201314 formuliert (289\u2013300).<\/p>\n<p>Der vierte und letzte Abschnitt geht auf Christus als die \u201eMitte der Gemeindepraxis\u201c ein. Hier beginnt Max Schl\u00e4pfer mit einer Reflexion \u00fcber die zentrale Stellung von Christus in der Missions- und Gemeindegr\u00fcndungsbewegung SPM (303\u2013318). Diesem Einblick in die pfingstlerische Kirche der Schweiz stellt Peter Schneeberger eine Abhandlung \u00fcber die schweizerische FEG-Bewegung an die Seite (319\u2013333), wobei er ebenfalls den Aspekt der Gemeindegr\u00fcndung in den Fokus nimmt. Hans-Ulrich Reifler zeigt anhand eines historischen R\u00fcckblicks auf die China-Inland-Mission, wie \u201eMission am Puls der Zeit\u201c aussehen kann (335\u2013346), wonach Wilhelm Faix mit \u201eFamilie leben lernen\u201c (347\u2013362) die Familie als ein relevantes Feld des christlichen Lebens in den Vordergrund r\u00fcckt. Dieser schlie\u00dft den sehr empirisch orientierten vierten Teil und damit die gesamte Festschrift ab.<\/p>\n<p>Es handelt sich bei \u201eChristozentrik\u201c um eine \u2013 bei einer Festschrift auch zu erwartenden \u2013 sehr bunte Vielfalt von Aufs\u00e4tzen, die in ihrer Form, ihren Inhalten und auch ihrem Niveau stark unterschiedlich ausgepr\u00e4gt sind. Die vier Teile ordnen die Beitr\u00e4ge zwar in sinnvoller Weise und deuten so auf die Vielfalt dessen hin, was Christozentrik bedeuten kann. Als Forschungsbeitrag mit rotem Faden kann die Festschrift aber nicht gelten. Ihr Wert besteht vielmehr darin, dass vielf\u00e4ltige Anst\u00f6\u00dfe gegeben werden. Auf diese Weise ermutigt sie zu praktischem und kreativem Weiterdenken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Viktor Martens, M.A., Gemeindereferent der ECB G\u00fcnzburg<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/4.0\/\" rel=\"license\"><img decoding=\"async\" style=\"border-width: 0;\" src=\"https:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by-nd\/4.0\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><br \/>\nDieses Werk ist lizenziert unter einer <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung &#8211; Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00fcrg Buchegger \/ Stefan Schweyer (Hg.): Christozentrik. 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