{"id":528,"date":"2018-04-11T13:18:05","date_gmt":"2018-04-11T13:18:05","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=528"},"modified":"2018-04-11T13:18:41","modified_gmt":"2018-04-11T13:18:41","slug":"herbert-h-klement-hg-gott-erkennen-menschen-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=528","title":{"rendered":"Herbert H. Klement (Hg.): Gott erkennen, Menschen verstehen"},"content":{"rendered":"<p>Herbert H. Klement (Hg.): <em>Gott erkennen, Menschen verstehen. Alttestamentliche Linien zur Lehre von Gott und zur Anthropologie<\/em>, Studien zu Theologie und Bibel Bd. 15, M\u00fcnster: Lit, 2016, Pb., 137\u00a0S., \u20ac\u00a029,90, <a href=\"http:\/\/www.lit-verlag.de\/isbn\/3-643-80219-4\">ISBN 978-3-643-80219-4<\/a><\/p>\n<p><a class=\"linkeddiv\" href=\"https:\/\/rezensionen.afet.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Felber_Klement.pdf\"><\/p>\n<div class=\"dwnldbtn\">Download PDF<\/div>\n<p><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Verfasser, emeritierter Professor f\u00fcr Altes Testament an der Staatsunabh\u00e4ngigen Hochschule Basel (*1949), legt mit diesem Band seine Abschiedsvorlesung (2015) sowie drei fr\u00fchere Studien zu Gotteslehre und Anthropologie des Alten Testaments vor: 1.\u00a0Die Abschiedsvorlesung behandelt das \u201eDoppelgebot der Liebe als Summa der Theologie des Alten Testaments\u201c (9\u201341). Es folgen 2.\u00a0\u201eGott und die G\u00f6tter im Alten Testament\u201c (43\u201382, urspr\u00fcnglich 1997), 3.\u00a0\u201e\u201aAdam, wo bist du?\u2018 Zur Kommunikation von Gott und Mensch in alttestamentlicher Anthropologie\u201c (83\u2013103, urspr. 2002), 4.\u00a0\u201eMensch und S\u00fcnde in der Urgeschichte\u201c (105\u2013137, urspr. 2004). Nur bei Nr. 1 handelt es sich um eine Erstver\u00f6ffentlichung. Nr. 2 erschien im Jahrbuch f\u00fcr evangelikale Theologie 1997. Nr. 3 und 4 wurden zun\u00e4chst in B\u00e4nden gedruckt, die im gleichen Jahrbuch bereits besprochen wurden: Zu Nr. 3 siehe JETh 17, 2003, 393\u2013396 (von Wolfgang Becker), zu Nr. 4 siehe JETh 19, 2005, 308\u2013313 (von mir). Der ganze Band wurde auch von Harald Seubert in der Zeitschrift\u00a0\u201eDiakrisis\u201c (Jg. 37, Heft 3\/2016, 163\u2013165) rezensiert.<\/p>\n<p>Angemessen erscheinen daher nur noch einige Anmerkungen zur Abschiedsvorlesung \u00fcber das Doppelgebot der Liebe (9\u201341). Die These des Vf. besteht darin, dass am Doppelgebot die Kontinuit\u00e4t der Testamente aufgewiesen werden kann im Gegensatz zu einer auf Kosten des Alten Testaments und des Judentums behaupteten Neuheit des Liebesgebots. Denn es sind gerade die durch Gottes direktes Eingreifen bzw. durch gewichtige Ermahnungen am st\u00e4rksten herausgehobenen Texte des Alten Testaments, die die Liebe zu Gott und Mitmensch als Zentrum des biblischen Glaubens etablieren: Ex 20 und Dtn 6 bzw. Dtn 32. Martin Hengel irrte, als er die von Jesus gezogene Verbindung von Dtn 6,5 und Lev 19,18 als \u201eabsolutes Novum\u201c bezeichnete (10). Die damit einhergehende und von Klement scharf und luzide bek\u00e4mpfte Abwertung des Alten Testaments findet sich \u2013 gerade hei\u00df diskutiert \u2013 noch gravierender bei Notger Slenczka (11; vgl. meine Besprechung von dessen Sammelband \u201eVom Alten Testament und vom Neuen\u201c). Der Dekalog f\u00fcgt sich mit der von Julius Steinberg vorgestellten konzentrischen Struktur um das Lebensgebot (34) herum sehr gut ein in die Beobachtung, dass Gottes- und N\u00e4chstenliebe nicht erst von Jesus miteinander verbunden wurden. Konstruktiv anregend wirkt der Beitrag nicht zuletzt f\u00fcr die Lehren von Gottes Namen und seinen Eigenschaften (Verh\u00e4ltnis Heiligkeit und Liebe) sowie f\u00fcr den Stellenwert des Schriftbezugs j\u00fcdischer und christlicher Fr\u00f6mmigkeit.<\/p>\n<p>Der Beitrag wie der ganze Band stellt eine Summe langj\u00e4hriger Forschung am Alten Testament dar; zugleich ist er ein eindr\u00fcckliches Zeugnis von der Fruchtbarkeit einer vom Endtext ausgehenden kanonischen Lekt\u00fcre. Es sind gerade Studien wie diese, die wir brauchen, um der bibellesenden Gemeinde die v\u00f6llige Unverzichtbarkeit und die quellfrische Unersch\u00f6pflichkeit einer Theologie deutlich zu machen, die von der Einheit der Schrift und Christus als ihrem Zentrum ausgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Pfr. Dr. Stefan Felber, Dozent f\u00fcr Altes Testament am Theologischen Seminar St. Chrischona<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/4.0\/\" rel=\"license\"><img decoding=\"async\" style=\"border-width: 0;\" src=\"https:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by-nd\/4.0\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><br \/>\nDieses Werk ist lizenziert unter einer <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nd\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung &#8211; Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herbert H. 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