{"id":775,"date":"2019-05-04T05:31:31","date_gmt":"2019-05-04T05:31:31","guid":{"rendered":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=775"},"modified":"2019-05-04T05:32:03","modified_gmt":"2019-05-04T05:32:03","slug":"heiko-wenzel-hg-the-book-of-the-twelve","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rezensionen.afet.de\/?p=775","title":{"rendered":"Heiko Wenzel (Hg.): The Book of the Twelve"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heiko Wenzel (Hg.): <em>The Book of the Twelve. An Anthology of Prophetic Books or the Result of Complex Redactional Processes?<\/em>, Osnabr\u00fccker Studien zur J\u00fcdischen und Christlichen Bibel 4, G\u00f6ttingen: V&amp;R unipress; Osnabr\u00fcck: Universit\u00e4tsverlag, 2018, Hb., 190 S., \u20ac 35,\u2013, ISBN <a href=\"https:\/\/www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com\/themen-entdecken\/theologie-und-religion\/exegese\/16169\/the-book-of-the-twelve\">978-3-8471-0730-9<\/a><\/p>\n\n\n\n<a class=\"linkeddiv\" href=\"https:\/\/rezensionen.afet.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Uhlig_Wenzel.pdf\"><div class=\"dwnldbtn\">Download PDF<\/div><\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit\nden Arbeiten von Paul House (eine eigene Variante kanonischer Exegese)\neinerseits und von O.&nbsp;H.&nbsp;Steck, E.&nbsp;Bosshard-Nepustil,\nJ.&nbsp;Nogalski und A.&nbsp;Schart (redaktionsgeschichtliche Exegese)\nandererseits spielt in der Auslegung der \u201ekleinen Propheten\u201c\n(Zw\u00f6lfprophetenbuch; im Folgenden \u201eXII\u201c) die These von dem Zw\u00f6lfprophetenbuch\nals literarischer Einheit eine wesentliche Rolle. Gewichtige Aufsatzsammlungen\nund Monographien sind inzwischen erschienen, die Parallelen und Unterschiede\ninnerhalb der verschiedenen Prophetenschriften bestimmen und so auswerten, dass\nsie ab einem fr\u00fchen Stadium der Entstehung mit umfangreichen redaktionellen\nAbstimmungen hinsichtlich ihres Zusammenhangs innerhalb des entstehenden XII\nrechnen bzw. diese nachzuweisen suchen. Die These hat auch Eingang in\nEinleitungswerke der alttestamentlichen Wissenschaft gefunden (siehe z.&nbsp;B.\ndie Einleitung in das Alte Testament von Erich Zenger [hg.&nbsp;von Christian\nFrevel, 9. Auflage 2016] oder der Beitrag zum Zw\u00f6lfprophetenbuch von Konrad\nSchmid in J.&nbsp;C.&nbsp;Gertz [Hg.], Grundwissen Altes Testament,\n5.&nbsp;Auflage 2016) und gilt manchen sogar als gesichert. Freilich fehlt es\nauch nicht an Gegenstimmen, die die Einheit als Buch bestreiten und z.&nbsp;B.\nden Begriff der \u201eAnthologie\u201c f\u00fcr die Beschreibung der ungew\u00f6hnlichen\nZusammenstellung von zw\u00f6lf Prophetenschriften innerhalb einer Rolle gebrauchen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In\ndiesem forschungsgeschichtlichen Umfeld ist es Heiko Wenzel, Professor f\u00fcr Altes\nTestament an der FTH Gie\u00dfen, gelungen, eine Tagung an der ETF Leuven zu\norganisieren, die nach dem Verh\u00e4ltnis genau dieser kontr\u00e4ren Positionen fragte:\n\u201eThe Book of the Twelve: An Anthology of Prophetic Books or the Result of\nComplex Redactional Processes?\u201c (dt.: Das Buch der Zw\u00f6lf: eine Anthologie von\nProphetenb\u00fcchern oder Resultat komplexer Redaktionsprozesse?). Die Beitr\u00e4ge zu\ndieser Tagung liegen in dem hier zu besprechenden Buch vor und umfassen im\nEinzelnen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Georg Fischer: \u201eForeword\u201c; Thomas Renz:\n\u201eHabakkuk and Its Co-Texts\u201c; Christopher R. Seitz: \u201eThe Unique Achievement of\nthe Book of the Twelve. Neither Redactional Unity Nor Anthology\u201c; Lena-Sofia\nTiemeyer: \u201eReading Zechariah\u2019s Vision Report in the Book of the Twelve\u201c;\nJohannes Taschner \/ Heiko Wenzel: \u201eNarrative, Debate, and the Book of the\nTwelve\u201c; Heiko Wenzel: \u201eOne or Twelve? Hermeneutics, Expectations, and A\nFramework for Reading the Twelve\u201c; Hendrik J. Koorevaar: \u201eThe Twelve and the\nFifteen: About the Size, Order, and Relationship inside the Writing Prophets\u201c;\nAndrew E. Hill: \u201eA Theology of Prayer in the Book of the Twelve.\u201c Eine Bibliographie der erw\u00e4hnten\nSekund\u00e4rliteratur und ein Bibelstellenregister beschlie\u00dfen den Band.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\nSt\u00e4rke des Bandes besteht in der Verschiedenheit der Ans\u00e4tze, die hier zur\nSprache kommen. Rhetorische (Renz), kanonische (Seitz) bzw. kanon-strukturelle\n(Koorevaar), redaktionsgeschichtliche (Tiemeyer), narrative (Wenzel sowie\nWenzel\/Taschner) und thematische (Hill) Zug\u00e4nge kommen zur Sprache, stellen freilich\nauch hohe Anforderungen an die Vermittlung zwischen diesen Beitr\u00e4gen. Der\nSammelband vermag so v.&nbsp;a., eine Differenzierung in der Debatte um XII als\n(redaktionell geschaffenes) einheitliches Buch oder lose Anthologie\neigenst\u00e4ndiger Prophetenschriften aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu\nverst\u00e4rken. Demzufolge ist f\u00fcr jede der Prophetenschriften im XII jeweils eine\nvon-Fall-zu-Fall-Untersuchung anzustellen (bes. Renz, Seitz; in gewisser Weise\nauch Tiemeyer): weder ist grunds\u00e4tzlich in jedem Buch von umfangreichen\nredaktionellen Einschreibungen zur Herstellung eines Gesamtzusammenhanges\nauszugehen, noch kann eine Komposition f\u00fcr den Gesamtzusammenhang f\u00fcr alle\nProphetenschriften ausgeschlossen werden. Im Blick auf die angezeigte Debatte\n(und dar\u00fcber hinaus) sind die Beitr\u00e4ge von Thomas Renz, Christopher Seitz und\nHeiko Wenzel besonders hervorzuheben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Thomas Renz<\/em> geht der Frage des Tagungsbandes innerhalb\ndes begrenzten Textbereiches von Nahum-Habakuk-Zefanja nach, bzw. konkreter\nhinsichtlich der Stellung der Habakuk-Schrift in ihren unterschiedlichen\nKo-Texten und kommt hier neben beachtenswerten Detailergebnissen zu wichtigen\nKriterien f\u00fcr die Bestimmung des Zusammenhangs innerhalb des\nZw\u00f6lfprophetenbuches. So entkr\u00e4ftet Renz die These einer redaktionell geschaffenen\n(chiastisch aufgebauten) \u201eZweiprophetenschrift Nahum-Habakuk\u201c mit Hinweis\ndarauf, dass die Annahme eines Chiasmus den Textph\u00e4nomenen sowohl von Nahum als\nauch Habakuk nicht gerecht wird, durch den Nachweis, dass die oft\nherangezogenen Parallelen bei genauerer Betrachtung erhebliche Unterschiede\naufweisen und mit einer redaktionellen Vorschaltung von Nah 1 f\u00fcr die\nKomposition der Zweiprophetenschrift gerade das Argument von Hab 1\nkonterkariert wird. Im Blick auf die breit bezeugte Reihenfolge \u201eNahum-Habakuk-Zefanja\u201c\nzeigt er einerseits auf, dass diese f\u00fcr eine fortlaufende Lekt\u00fcre sinnvoll ist,\nandererseits daf\u00fcr aber keine substantiellen redaktionellen Eingriffe n\u00f6tig und\nauch nicht nachweisbar sind. Im letzten Abschnitt greift Renz einige Interpretationen\nzur Reihenfolge des XII auf und stimmt mit ihnen darin \u00fcberein, dass die\nHabakuk-Schrift und ihre Positionierung durchaus Einfluss darauf hat, wie das\nXII gelesen wird; andererseits hat jedoch der Ort von Hab im XII kaum Einfluss\ndarauf, wie die Habakuk-Schrift selbst gelesen wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr\ndie weitere Diskussion votiert Renz f\u00fcr eine Differenzierung innerhalb der\nzw\u00f6lf Propheten und eine case-by-case Untersuchung hinsichtlich der\nredaktionellen Eingriffe f\u00fcr eine \u00fcbergreifende Lekt\u00fcre der Zw\u00f6lf als ein Buch\nund bringt zwei wichtige Kriterien ein: a) thematische Parallelen deuten nicht\nnotwendig auf bewusste Zusammenstellung; vielmehr ist auf die genaue\nterminologische Korrespondenz und v.&nbsp;a. auch auf inhaltliche und\nrhetorische Unterschiede zu achten; b) die rhetorische Strategie der jeweiligen\nSchrift muss im Blick behalten werden. Hier bleibt das Beispiel Habakuk\nmarkant: wenn eine Zusammenstellung von verschiedenen Prophetenschriften im\nBlick auf einige Themen Sinn macht, jedoch bestimmten rhetorischen Zielen\ninnerhalb der Prophetenschriften zuwiderl\u00e4uft, kann nicht von urspr\u00fcnglich\ndurch redaktionelle Br\u00fccken intendierte Einheitlichkeit ausgegangen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch\n<em>Christopher Seitz<\/em> votiert f\u00fcr eine\ncase-by-case-Untersuchung aller enthaltenen Schriften und kann sich \u2013 \u00e4hnlich\nwie Renz \u2013 vorstellen, dass manche B\u00fccher \u00fcberhaupt f\u00fcr den Zusammenhang im XII\ngeschaffen wurden, w\u00e4hrend andere zun\u00e4chst unabh\u00e4ngig entstanden sind und auch\nweitgehend unber\u00fchrt geblieben sind im Zuge der Zusammenstellung. F\u00fcr ihn ist\nweder die These einer losen Anthologie noch die einer durchgehenden\nRedaktionsarbeit plausibel. Er weist an der Joelschrift nach, dass sie zwar mit\nihrem sp\u00e4ten Entstehen viele Bez\u00fcge zu anderen Prophetenb\u00fcchern aufweist, aber\nauch als Einzelschrift gut verst\u00e4ndlich ist (gegen Nogalski), hebt mit Blick\nauf die Heuschreckenplage in Joel und auf die Funktion von Jes 34\u201339 im\nJesajabuch die Bedeutung typologischer Interpretation hervor und stellt anhand\nder Bedeutung der Mitte des XII (Mi 3,12) bzw. des Jesajabuches (Jes 33,21) f\u00fcr\nderen Interpretation das sequentielle Lesen als alleinige Lekt\u00fcre infrage,\nwodurch so manche Vorannahmen der redaktionsgeschichtlichen Wachstumserkl\u00e4rung\nvon XII ersch\u00fcttert w\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Heiko Wenzel<\/em> schlie\u00dflich stellt in dem von ihm allein\nverfassten Artikel (One or Twelve?) einen wirklich verhei\u00dfungsvollen Ansatz f\u00fcr\ndie Interpretation der zw\u00f6lf Prophetenschriften innerhalb des Buches vor, und\nzwar als \u201eprogressing debate within the Twelve\u201c (dt.: \u201efortschreitende Debatte\ninnerhalb der Zw\u00f6lf\u201c). Dieser Rahmen kommt f\u00fcr Wenzel aus einer narrativen\nPerspektive zum Vorschein, erm\u00f6glicht verschiedene Themen im Zw\u00f6lfprophetenbuch\naus ihren unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen und bezieht zudem den\nLeser mit ein. Damit w\u00e4re der Aspekt des Lesens einer Schrift hervorgehoben,\neine Korrelation von Interpretation eigenst\u00e4ndiger Schriften und ihrer\nPositionierung im XII beachtet, die dialogische Orientierung der prophetischen\nWorte ernstgenommen und die Einbindung der jeweiligen Schriften in das\nliterarische Netz der XII sowie au\u00dfertextlicher Verbindungen gew\u00fcrdigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den\nverhei\u00dfungsvollen Ansatz einer \u201eprogressing debate\u201c vermag Wenzel in\nAuseinandersetzung mit wichtigen Positionen, anhand einzelner Beispiele und\nweiterf\u00fchrender hermeneutischer \u00dcberlegungen zu plausibilisieren. Hier lohnt\nsich wirklich eine Weiterarbeit und es ist zu w\u00fcnschen, dass der Vorschlag in\nder weiteren Forschung zu XII ernsthaft gepr\u00fcft wird. Anfragen k\u00f6nnte man\nlediglich, ob die narrative Perspektive hilfreich ist; oder wenn (nicht\nzuf\u00e4llig beruft sich Wenzel hierf\u00fcr auf Michail Bachtin und Umberto Eco), wie\ndies zu anderen narrativen Theorien im Verh\u00e4ltnis steht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\nweiteren Beitr\u00e4ge sind teilweise zu Einzelfragen von Interesse (so\nWenzel\/Taschner zum Verh\u00e4ltnis von XII und \u201eGnadenformel\u201c [Ex 34,6\u20137] sowie\nTiemeyer zur Auslegung des Sacharjabuches), ber\u00fchren aber die Frage des\nTagungsbandes weniger intensiv oder verm\u00f6gen argumentativ nicht zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der\nvon <em>Heiko Wenzel mit Johannes Taschner<\/em>\nzusammen verfasste Beitrag (Narrative, Debate, and the Book of the Twelve) ist\nwohl am ehesten als Vertiefung bzw. Begr\u00fcndung der von Wenzel angesprochenen <em>narrativen<\/em> Perspektive zu lesen;\njedenfalls zielt er in der nicht ganz durchsichtigen Argumentation auf die Z\u00fcge\nder \u201e<em>narrative<\/em>-like progressing\ndebate\u201c (Hervorhebung von mir) in XII.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Tiemeyer<\/em> votiert f\u00fcr das XII als vorrangigen\nBezugsrahmen f\u00fcr die Interpretation der Nachtgesichte des Sacharja statt des\nSacharjabuches, denn Parallelen sind zwischen Sach 1\u20138 und Sach 9\u201314 viel\ngeringer als zwischen Hag, Sach 1\u20138 und Maleachi. Sach 9\u201314 hat hingegen enge\nBez\u00fcge zu Ez 38\u201339. Beide Texte wurden nach Tiemeyer in sp\u00e4terer Zeit\neingef\u00fcgt, ohne dass dabei der literarische Zusammenhang eine bedeutende Rolle\ngespielt h\u00e4tte, denn eine fortlaufende Lekt\u00fcre ist f\u00fcr die fr\u00fche nachexilische\nZeit f\u00fcr Tiemeyer nicht anzunehmen. Ihr zufolge ist das Zw\u00f6lfprophetenbuch\nprim\u00e4rer Bezugsrahmen f\u00fcr redaktionsgeschichtliche \u00dcberlegungen. Im Blick auf\ndas Thema des Tagungsbandes ist ihre These bedenkenswert, dass ein\nTextabschnitt mit anderen Texten im Zw\u00f6lfprophetenbuch mehr Gemeinsamkeiten\nhaben kann als innerhalb eines Buches \u2013 weshalb das Zw\u00f6lfprophetenbuch das\nsequentielle Lesen infrage stellt. Insofern l\u00e4sst sich ihr Aufsatz auch als\nVotum f\u00fcr \u201ea case-by-case study\u201c lesen. Dar\u00fcber hinaus ist ihr Aufsatz\nhilfreich, weil er mit einer F\u00fclle an einbezogener Sekund\u00e4rliteratur die\nHerausforderungen aufzeigt, vor die man im Blick auf die Lekt\u00fcre von Sach 1\u20138\nmit Sach 9\u201314 gestellt ist. Jedoch mag eine differenziertere Diskussion um\nintertextuelle Bez\u00fcge, die Einbeziehung der von ihr nicht ber\u00fccksichtigten\nwegweisenden Arbeit von Judith G\u00e4rtner zu Jes 66 und Sach 14 (WMANT 114, 2006)\nund der damit angezeigten pr\u00e4gnanten V\u00f6lkerperspektive von Joel 4 \u00fcber Zeph 3\nzu Sach 14 im XII sowie der Perspektive rhetorischer Analyse zu anderen\nResultaten f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch\nweniger \u00fcberzeugend fallen die Beitr\u00e4ge von Hendrik Koorevaar und Andrew Hill\naus. <em>Koorevaar<\/em> argumentiert gegen\neine urspr\u00fcngliche Einheit des Zw\u00f6lfprophetenbuches und nimmt stattdessen an,\ndass die zw\u00f6lf kleinen Propheten mit den drei gro\u00dfen Propheten (Jeremia,\nEzechiel, Jesaja) zusammen eine in Reihenfolge und Umfang festgelegte\neinheitliche Anthologie von 15 unabh\u00e4ngigen Prophetenschriften bildeten, deren\nMitte Jona darstellt. Dabei kommt eine angemessene Ber\u00fccksichtigung oder gar\nAuseinandersetzung mit relevanter Sekund\u00e4rliteratur zur Einheit des XII oder zu\nVerschriftlichungen von Prophetenworten ebenso zu kurz wie das je eigene Profil\nder 15 Prophetenschriften. <em>Andrew Hill<\/em>\nskizziert einige Konturen des Gebets im XII, mag in diesem thematischen Zugang\nzur Wahrnehmung der Anzahl und Arten von Gebeten in XII dienen; f\u00fcr eine\nTheologie des Gebets bleibt der Aufsatz aber recht oberfl\u00e4chlich. Die Frage des\nSammelbandes ber\u00fchrt er nur insofern als die Feststellung einer \u201elosen\nVereinigung\u201c von Prophetenb\u00fcchlein in Form einer Anthologie als Ausgangspunkt\nbzw. abgegrenzter Rahmen f\u00fcr die Frage nach dem Gebet dient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit\nenth\u00e4lt der Sammelband f\u00fcr die Fachdiskussion einige wichtige Beitr\u00e4ge, die in\nZukunft mit zu ber\u00fccksichtigen sind. Insgesamt w\u00fcrde man sich v.&nbsp;a. noch\neine hinf\u00fchrende Einleitung w\u00fcnschen, die kurz die Forschungslage umrei\u00dft, auf\ndie der Band sich bezieht und die Anordnung der Aufs\u00e4tze erl\u00e4utert, deren\nReihenfolge sich nicht unbedingt erschlie\u00dft. So w\u00e4re besonders der Beitrag von\nWenzel\/Taschner eher hinter dem Beitrag von Wenzel zu erwarten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich gerade in die Auslegung des XII einarbeitet, sollte vorher einige Einleitungswerke lesen, um die Konturen der aktuellen Debatte kennen zu lernen. F\u00fcr alle am Fachdiskurs beteiligten lohnt sich dieser Band wegen einiger starker Einzelbeitr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Prof. Dr. Torsten Uhlig, Professor f\u00fcr Altes Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor, Marburg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heiko Wenzel (Hg.): The Book of the Twelve. 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